Ab auf die Piste – Die richtigen Versicherungen für Wintersportler

12. November 2014 | By | Reply More

Wir haben jetzt mitte November und auch wenn hierzulande die Temperaturen nur geringfügig an Schneetreiben und Wintereinbruch erinnern, so haben bereits einige Pisten in Österreich und Schweiz nach den bisherigen Schneefällen den Betrieb aufgenommen und damit die Wintersportsaison eröffnet. Damit beginnt auch der Ansturm auf die Skigebiete und mit ihm die Gefahr der Verletzungen. Der Wintersport ist eine Sportart, die durchaus Risiken mit sich bringt, wie etwa der Fall Michael Schumacher 2013 eindrucksvoll belegt. Wintersportler sollten daher schon vor Beginn des Urlaubes die richtigen Versicherungen abgeschließen, damit die Schussfahrt nicht zum Albtraum wird.

Sollte es nämlich zu einem Unfall kommen, so zahlt zwar die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlung, jedoch werden die Kosten für die Bergung nicht übernommen. Auf diese Weise kann ein harmloser Beinbruch schnell zu einer finanziellen Höchstbelastung werden. Wer also keine Versicherung hat, muss im ungünstigsten Fall den Einsatz der Rettungskräfte aus eigener Tasche zahlen. Und beim Einsatz eines Rettungshubschraubers kann das wirklich teuer werden.

Faktencheck – Spaß mit hohem Verletzungsrisiko

Denkt man an den Wintersport lassen sich schneeweiße Landschaften zeichen, rauchende Skihütten und überfüllte Pisten erblicken. Nur selten denkt man hier an das Verletzungs- und Unfallrisiko. Und das, obwohl der Gedanke daran nicht unbegründet ist. Zuletzt hat Österreich nach einer Studie des Institutes Sicher leben  60.000 Unfälle verzeichnet. In den meisten Fällen liegt die Ursache bei Stürzen von Einzelpersonen. Allerdings kommt es auch immer wieder zu Unfällen durch Kollisionen mit anderen Fahrern oder zu Unfällen durch abbrechende Lawinen bei Offpistenfahrten. Ergänzend hierzu möchte ich aber auch auf eine weitere Studie aufmerksam machen, die die Unfallstatistiken seit 1979 betrachten.

Alpine Unfallzahlen - ASU-Unfallanalyse-2013

Doch auch wenn der Anteil der verletzten Personen deutlich zurückgegangen, bleiben Blessuren und leichte Verletzungen nicht aus. Laut Studie treten in 7,2 Prozent der Fälle Verletzungen am Kopf auf. Die nächste Grafik zeigt die jeweiligen Körperbereiche und das dazugehörige Verletzungsrisiko.

Verletzte Körperbereiche - ASU-Unfallanalyse-2013

Die richtigen Versicherungen für Wintersportler

Grundlage ist zunächst einmal die Auslandsreisekrankenversicherung. Dies betrifft übrigens nicht nur die Wintersportler, sondern generell alle Urlauber im Ausland. In den meisten Fällen ist die Krankenversicherung nämlich nicht bereit, für Behandlungen im Ausland oder den Heimtransport zu zahlen. Nur die, die aus Krankheits- oder Altersgründen nachweislich keine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen können, genießen befristet auf sechs Wochen im Jahr den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung im Ausland.

Aber nicht nur die gesetzlich Versicherten müssen sich über dieses Thema Gedanken machen, sondern auch die Privatversicherten, da die PKV in aller Regel keinen Rücktransport in die Heimat mit abdeckt. Gerade bei schweren Unfällen kann dieser aber empfehlenswert sein. Wenn mehrere zehntausend Euro aus der eigenen Tasche gezahlt werden müssen, kann das eine ernst zu nehmende Gefahr für die finanzielle Situation werden.

Zudem können eine private Unfallversicherung und eine separate Haftpflichtversicherung für den Wintersport durchaus sinnvoll sein. Man sollte sich aber im Vorfeld darüber informieren, ob die Auslandskrankenversicherung nicht auch diese Leistungen anbietet.

Andere Versicherungen nicht immer sinnvoll oder notwendig

Achtung: Andere Versicherungen, darunter beispielsweise die Reiserücktrittskostenversicherung, sind nicht immer notwendig und schon gar nicht für jeden sinnvoll. Gerade bei relativ günstigen und kurzfristig gebuchten Urlauben kann man sich die Absicherung des Reiserücktritts unter Umständen sparen. In jedem Fall unsinnig sind Gepäckversicherungen, da diese in vielen Fällen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht zahlen. Es empfiehlt sich eher bei der Hausratversicherung zu informieren, ob Schäden am Gepäck nicht eventuell sogar mitversichert sind.

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Category: Auslandskrankenversicherung

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